Risikowahrnehmung bei finanziellen Entscheidungen in der Schweiz

Zur Studie

Zahlreiche Untersuchungen im Bereich der verhaltensbasierten Finanztheorie (Behavioural Finance) zeigen, dass Menschen grosse Schwierigkeiten haben, rationale Finanzentscheidungen zu treffen. Verantwortlich dafür ist meist eine falsche Risikowahrnehmung. Diese kann einerseits durch fehlendes Wissen in Geldangelegenheiten entstehen. Andererseits kann eine falsche Risikowahrnehmung resultieren wenn man nicht fähig ist, sich dem Einfluss bestimmter kognitiver und emotionaler Faktoren zu entziehen. Eine falsche Risikowahrnehmung stellt in der Regel ein erhebliches Sicherheitsrisiko für finanzielle Entscheidungen dar.

In dieser Studie wird untersucht, ob und inwiefern die Finanzentscheidungen von Menschen in den drei Sprachregionen der Schweiz von einer falschen Risikowahrnehmung geprägt werden. Die untersuchten Finanzentscheidungen betreffen Anlage- oder Vermögensentscheidungen, sowie Entscheidungen, welche die finanzielle Zukunft vor der Pensionierung (Vorsorge für das Alter) und diese nach der Pensionierung (Vorsorge im Alter) sichern sollten.

Die Studie liefert eine umfassende Bestandsaufnahme des Finanzwissens sowie der möglichen finanziellen Fehlentscheidungen, die wir in der Schweiz vorfinden. Die Ergebnisse zeigen klar die Notwendigkeit von strukturierten Beratungsprozessen, die neben den schon bekannten Aspekten der Risikofähigkeit und der Risikobereitschaft auch die Risikowahrnehmung mit einbeziehen.

Autoren

Kremena Bachmann, Thorsten Hens

Unterlagen