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Geschäftsberichte Rating 2003

Auch dieses Jahr wurde zum sechsten Mal in Folge das grosse Geschäftsberichte-Rating durchgeführt. Die Erstellung des Gesamtratings erfolgte in einer Zusammenarbeit des Swiss Banking Institute (Teil Value Reporting) mit Interbrand Zintzmeyer & Lux (Teil Gestaltung). Die Resultate wurden in der Oktober-Ausgabe der BILANZ publiziert.

"Auf dem Weg zu einem wirklichen Value Reporting "

Information und Kommunikation sind zentrale Phänomene funktionierender Marktwirtschaften. Damit verbunden sind so wichtige Attribute wie Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Eine Beeinträchtigung derselben stellt nicht nur die Corporate Governance von Unternehmen in Frage, sondern die Funktionstüchtigkeit ganzer Märkte, namentlich jener für Geld und Kapital sowie Corporate Control. Einer qualitativ hoch stehenden Geschäftsberichtserstattung kommt daher zentrale Bedeutung zu. Der Weg zu einem diesen Namen verdienenden Value Reporting ist aber wohl noch weit. Dabei sind dem Value Reporting im harten Wettbewerb auch natürliche Grenzen gesetzt.

Die am Swiss Banking Institute (ISB) der Universität Zürich 1999 durch Peter Labhart entwickelten Value Reporting Kriterien bilden auch dieses Jahr die Grundlagen für den materiellen Teil unseres Geschäftsberichte Ratings. Ideelle Zielsetzung des ISB ist dabei die Förderung der Informations- und Kommunikationsqualität von Unternehmen in der Schweiz. In diesem Licht ist auch die Rangierung zu sehen, die nie punktgenau und mit exakter „Wissenschaftlichkeit“ erfolgen kann. Die zu beobachtende generelle Tendenz ist erfreulich. Die Informationsqualität nimmt zu, wobei die grössten Gesellschaften eine Leaderrolle spielen.

Aber nicht nur bei grossen Gesellschaften wie z.B. Novartis, Ciba und USB sind hohe Ratings möglich. Auch zahlreiche weniger grosse Unternehmen erreichen eine beeindruckende Informationsqualität; dies unabhängig von ihrer Branchenzugehörigkeit. Ein „grosses“ Thema in der Berichterstattung 2002 ist die Corporate Governance. Die entsprechende SWX-Richtlinie dazu verlangt ein separates Kapitel im Geschäftsbericht. Viele Gesellschaften verpflichten sich heute – namentlich im Aktionärsbrief – explizit zu Offenheit und Transparenz. Neben Glaubwürdigkeit und Vertrauen sind dies die tragenden Pfeiler eines nachhaltigen Modells „Kapitalgesellschaft“.

Im Bereich der „Tripple Bottom Line“ gibt es noch viel zu tun. Erfreulich sind die fallweise guten Umweltberichte, die in der Nachhaltigkeitsinformation starke Firmen präsentieren. Noch wenig ergiebig erscheint die Informationsvermittlung zur „Social Sustainability“. Besondere Anstrengungen gilt es in Zukunft im Bereich der wertorientierten Unternehmensführung zu unternehmen. Die Implementierung geeigneter Führungsgrössen ist dabei das eine, die externe Informationsvermittlung zur wertorientierten Führung das andere. Wenn unser Geschäftsberichte Rating dazu beiträgt, hat es einen zentralen Zweck erfüllt.

Dem in der Auswertungsarbeit involvierten Studierenden-Team und allen an der grossen Arbeit Beteiligten möchten wir unseren herzlichen Dank aussprechen.

Prof. Rudolf Volkart und
Simon Lamprecht, lic. oec. publ.
Swiss Banking Institute der Universität Zürich

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