Datenbanken

Für wissenschaftliche Arbeiten aller Art stellen das Institut für Banking und Finance und die Universität Zürich Zugänge zu verschiedenen Datenbanken im Finanzbereich bereit. Diese Datenbanken wurden bei diversen Anbietern lizenziert und decken die verschiedensten Themengebiete im Finanzbereich ab. Nachfoldend finden Sie eine kurze Übersicht:

  • Das Wharton Interface ermöglicht den Zugriff auf unterschiedliche Datenbanken über eine einheitliche Oberfläche (WRDS). Für die Universität Zürich verfügbar sind Informationen zu verschiedenen Finanzinstrumenten (Aktien, Bonds, Optionen, etc.), zu unterschiedlichen Firmentypen (Banken und Nicht-Banken), zu makroökonomischen Grössen (wie BIP, Zinsen, Wechselkurse, etc.) und zu vielem Weiterem. Der Fokus liegt dabei auf den USA. Allerdings gibt es für etliche Datenbanken in WRDS auch Informationen für andere geografische Lokalitäten. Datenbanken zugänglich via WRDS sind von höchster Qualität und werden sehr oft im Bereich der Forschung verwendet.
  • Bloomberg bietet Zugriff auf verschiedenste Informationen in Echtzeit (z.B. Aktienkurse, Finanzkennzahlen von Firmen, makroökonomische Grössen, etc.). Eine enorme Datenmenge davon ist auch historisch verfügbar. Bloomberg hat vermutlich weltwet eine der grössten Coverages von Finanzmarktdaten überhaupt. Im Unterschied zum Wharton-Interface liefert Bloomberg Daten aus fast allen Ländern der Welt. Ausserdem stehen die Informationen in Echtzeit zur Verfügung. Allerdings hat Bloomberg, im Unterschied zum Wharten-Interface, monatliche Download-Limits, welche die Datenbeschaffung und damit die forscherische Tätigkeit erschweren.
  • Die CCRS-IBF Risikofaktoren Datenbank stellt länderspezifische Risikofaktoren für mehrere europäische Länder zur Verfügung.
  • Datastream bietet Zugriff auf Informationen zu verschiedenen Finanzinstrumenten der Firma Thomson. Der Fokus liegt insbesondere auf Zeitreihen und historischen Preisdaten, welche via Datastream einfach zugänglich gemacht werden. So können z.B. die Aktienkurse von diversen Firmen, die in einem Index gelistet sind, heruntergeladen werden. Im Unterschied zum Wharton-Interface sind historische Daten geografisch flächendeckender zugänglich, z.B. auch für Europa. Im Unterschied zu Bloomberg hat Datastream keine Download-Limits.
  • Eikon deckt inhaltlich ein ähnliches Spektrum ab wie Bloomberg. Eikon liefert Daten in Echtzeit und bietet umfassende Tools zur Datenanalyse. Nebst Bloomberg hat Eikon vermutlich weltweit eine der grössten Coverages von Finanzmarktdaten überhaupt. Allerdings sind die beiden Coverages, von Eikon und Bloomberg, ziemlich unterschiedlich. Z.B. sind gewisse Bonds in Eikon abgedeckt, während Bloomberg diese Bonds nicht abdeckt (und umgekehrt). Ausserdem hat Eikon keine Download-Limits. Verglichen mit Datastream bietet Eikon in der Regel kürzere Zeitreihen, dafür ist die Coverage viel grösser.
  • Bei SDC Platinum TM handelt es sich um eine Datenbank von Thomson Reuters, die Industriestandards bezüglich Informationen zu New Issues, M&A, syndicated loans, private equity, project finance, poison pills, etc. beinhaltet.
  • SNL Financial offeriert sehr detaillierte Daten für das Bankwesen, andere Finanzdienstleistungen und die Versicherungsbranche. Zum Teil stehen diese Daten auch historisch und sehr schön aufbereitet zur Verfügung. Z.B. erlaubt es SNL die Finanzierungsstruktur von einzelnen Banken im Detail zu untersuchen und zu verstehen. SNL stellt diverse Identifikatoren zur Verfügung, so dass Datensätze mit anderen Datenbanken verknüpft werden können.
  • Fitch Connect deckt inhaltlich ein ähnliches Themengebiet ab wie SNL Financial. Allerdings sind Coverage and Fokus der beiden Datenbanken, Fitch Connect und SNL Financial, sehr unterschiedlich.
  • Die Bibliotheken der Universität Zürich besitzen ebenfalls Zugriff auf verschiedene Datenbanken. Dabei handelt es sich zum grössten Teil um Literaturdatenbanken. Mit Lexis Nexis steht auch eine Datenbank mit Firmendaten zur Verfügung. Makroökonomische Daten können in den OECD-Datenbanken gefunden werden. Auf die Daten des Bundesamtes für Statistik kann ebenfalls elektronisch zugegriffen werden.

Beim Umgang mit den Datenbanken sind diverse rechtliche Aspekte zu beachten (Diese Regeln können je nach Datenanbieter variieren). Es handelt sich dabei um folgende Punkte:

  • Wurden Daten für eine Arbeit verwendet dann ist der entsprechende Datenbankanbieter zu erwähnen. Bei der Verwendung des Wharton Interfaces ist auch das "Department of Banking and Finance" zu erwähnen. Beispiel für Optionmetrics:
    "The authors acknowledge the data from Optionmetrics, which were obtained through Wharton Research Data Services (WRDS) and sponsored by the Department of Banking and Finance, University of Zurich."
  • Die Datenbanken dürfen nur von dazu berechtigten Benutzern verwendet werden. Die verschiedenen Datenanbieter haben dazu unterschiedliche Regeln.
  • Unbearbeitete Rohdaten aus den Datenbanken dürfen nur mit der Zustimmung des Datenbankanbieters in irgendeiner Form veröffentlicht werden.
  • Die Daten selbst dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden.
  • Die Account Zugangsdaten (Login und Passwort) dürfen niemandem weitergegeben werden (auch nicht an Co-Autoren).
  • Die Verwendung der Daten zu kommerziellen Zwecken ist strikte untersagt (auch privates Trading). Es ist nur die Nutzung für akademische Zwecke gestattet.
  • Die Datenanbieter lehnen jegliche Haftung für die Richtigkeit ihrer Daten ab.
  • Für CRSP Daten gilt des Weiteren:
    Any approved publication or dissemination (including by electronic means or in any other form) by Subscriber or its employees or consultants of the data contained within or information derived from the Data Files shall contain attribution to CRSP® and shall bear the words "Source: CRSP®, Center for Research in Security Prices. Graduate School of Business, The University of Chicago. Used with permission. All rights reserved. crsp.uchicago.edu"
    This being the case, if you are going to use raw data in your paper you would need to submit this to CRSP first and obtain their approval. If you are just summarizing results from your research using the CRSP database, you can use the wording listed above. Once this is published you can send a copy to Matthew Frego and we will keep this in our files.